Auf den Spuren der Roma Kultur in Indien

Interkulturelle und interdisziplinäre Workshop-Reihe

„Auf den Spuren der Roma Kultur in Indien“

Juli  2014 – Wien, Burgenland, Salzburg, Tirol

mit Harri Stojka, Prof. Mozes F. Heinschink, Kutle Khan, Gafur Khan, Azeem Ahmed Alvi, Hafeez Ahmed Alvi, Jelena Krstic, Goran Krstic

In einer 4-tägigen interkulturellen und interdisziplinären Workshop-Reihe wurde auf spannende Weise die Roma Kultur und ihre in Indien verwurzelte Geschichte vermittelt. Über die Sparten Musik, Gesang, Film und Vorträge sowie beim gemeinsamen Musizieren erhielten die TeilnehmerInnen einen unmittelbaren Einblick in die Roma Kultur und begaben sich gemeinsam mit den KünstlerInnen auf die Spuren der Wurzeln in Indien.
Die Workshop-Reihe richtete sich an Kunst und Kultur interessierte Menschen, MusikerInnen sowie Roma, die mehr über ihre Herkunft erfahren möchten. Die Workshop-Reihe fand in Wien, Heiligenkreuz, Hallein und Innsbruck statt.  Insgesamt besuchten ca. 220 TeilnehmerInnen die Workshop-Reihen, die alle sehr Kultur interessiert waren und insbesondere an der Roma Kultur Interesse zeigten.
Als Einstieg in die Workshop-Reihe wurde der Dokumentarfilm „Gypsy Spirit“ gezeigt, in dem sich Harri Stojka auf eine Reise in das indische Rajasthan begibt, um dort mit einheimischen Musikern zu musizieren. Dabei entdeckt er nicht nur Gemeinsamkeiten in den Klängen, sondern erfährt mit Leib und Seele, wie Musik Menschen unterschiedlichster Kulturen zu verbinden vermag. Die Protagonisten des Films im Workshop persönlich kennen zu lernen war natürlich für die TeilnehmerInnen etwas ganz Besonderes. Über den Film konnten die TeilnehmerInnen direkt anknüpfen und stellten viele Fragen zu den Instrumenten und der Roma-Kultur in Indien, die im Film immer wieder angesprochen wird.
Die TeilnehmerInnen versuchten sich auf den Tablas (Percussion), der Sitar (Saiteninstrument) und Kartals (altes Becken-Percussioninstrument) der indischen Großmeister. Es wurde viel über Musik und den Stellenwert von Musik in Indien und der Roma Kultur diskutiert. Harri Stojka vermittelte die Roma-Musik und gemeinsam arbeiteten die TeilnehmerInnen die Unterschiede und Parallelen in der indischen und Roma Musik Tradition heraus.
Die charismatische Sängerin Jelena Krstic studierte mit den TeilnehmerInnen traditionelle Roma Lieder ein.
Die viertägigen Workshop-Reihen waren interkulturelle Begegnungsstätten, wo sich TeilnehmerInnen und KünstlerInnen wertschätzend begegneten und den künstlerischen und interkulturellen Austausch auch als persönliche und gesellschaftliche Bereicherung gesehen haben. Die TeilnehmerInnen erhielten einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der Roma. Sich mit den herausragenden indischen Künstlern und Harri Stojka der Roma Kultur und ihren Wurzeln in Indien anzunähern, war mit Sicherheit ein nachhaltiges Erlebnis.

Workshop-Reihe Wien, 8.-11. Juli 2014

Rund 100 TeilnehmerInnen besuchten die Workshop-Reihe, die in der Brunnenpassage im 16. Wiener Gemeindebezirk stattfand - der ideale Ort für diese Art von Workshop. Die Kooperation mit der Brunnenpassage war äußerst angenehm und gelungen. Eintritt konnte aufgrund der Regelung in der Brunnenpassage keiner verlangt werden, aber dafür gelang es der Brunnenpassage das richtige Zielpublikum in großem Rahmen anzusprechen. Mit ca. 100 TeilnehmerInnen war die Wiener Workshop-Reihe mit Abstand die am besten besuchte von allen 4 Workshop-Reihen, die in ganz Österreich organisiert wurden.
In der Wiener Workshop-Reihe konnte der bekannte Roma-Experte Prof. Mozes F.  Heinschink in das Programm eingebunden werden. Er sprach mit den TeilnehmerInnen ausführlich über die Roma Kultur, zeigte die Parallelen in der Sprache der indischen Dom und der westlichen Roma auf und beleuchtete weitere Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der indischen und westlichen Roma Kultur. Die wissenschaftlichen Vorträge, die Prof. Heinschink täglich im Rahmen der Workshop-Reihe hielt, stießen auf außerordentlich großes Interesse und die TeilnehmerInnen stellten viele interessante und wichtige Fragen.

Workshop-Reihe Hallein, 15.-18. Juli 2014

Den viertägigen Workshop im Kolpinghaus Hallein besuchten 40 TeilnehmerInnen. Unter den TeilnehmerInnen waren viele MusikerInnen, die ihre Instrumente zum Workshop mitgebracht hatten. Der Zugang zu den indischen Instrumenten war dadurch ein sehr offener und es wurde viel über Musik und den Stellenwert von Musik in Indien und der Roma Kultur diskutiert. Die hohe Wertschätzung gegenüber virtuosen Musikern in Indien beeindruckte die TeilnehmerInnen ganz besonders.
Die Workshop-Reihe „Auf den Spuren der Roma Kultur in Indien“ wurde in der Kleinen Zeitung und vielen Internet-Portalen angekündigt. Dennoch war die Workshop-Reihe für Interessierte zu hochpreisig. Um diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, an der Workshop-Reihe teilzunehmen, beschloß der Verein Voice of Diversity keine fixe Teilnahmegebühr einzuheben, sondern den Workshop bei freier Spende stattfinden zu lassen. Auf diesem Weg konnten 40 Personen an dieser spannenden und einzigartigen Workshop-Reihe teilnehmen.

Workshop-Reihe Heiligenkreuz, 21.-24. Juli 2014

In Heiligenkreuz gab es ca. 40 TeilnehmerInnen, die allesamt sehr Kultur interessiert waren. Unter ihnen war auch eine Gesangsschülerin aus der Roma Community in Oberwart. Für sie war es die erste Begegnung mit Gipsys aus Radjasthan. Als sie gemeinsam mit den indischen Musikern die Roma-Hymne singen durfte, war es ein ganz besonderer und berührender Moment. Unter den TeilnehmerInnen gab es auch viele HobbymusikerInnen, die sich schnell den musikalischen Bereichen der Workshop-Reihe anschließen konnten.
Harri Stojka präsentierte gemeinsam mit Goran Krstic die Roma-Musik, Jelena Kristic studierte dazu mit den TeilnehmerInnen Roma-Lieder ein. Im Anschluss präsentierten die indischen Großmeister indische klassische Musik sowie die traditionelle Rajasthani Volksmusik und die Musik der Dom in Indien. Die TeilnehmerInnen diskutierten mit den KünstlerInnen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kulturen.
Krönender Abschluss der Workshop-Reihe war ein Konzert mit Harri Stojkas India Express.
 
Workshop-Reihe Innsbruck, 25.-28. Juli 2014

Ursprünglich war der Workshop im Haus der Begegnung der Diozöse in Innsbruck geplant gewesen, doch dieser wurde leider kurzfristig abgesagt. Das Haus der Begegnung erhielt zu wenige Anmeldungen für die Workshop-Reihe und wollte seine Räumlichkeiten nicht mehr zur Verfügung stellen. So musste einen Tag vor Beginn des Workshops ein neuer Veranstaltungsort gefunden werden, den das Treibhaus Innsbruck ohne zu zögern zur Verfügung stellte. So konnte die viertägige Workshop-Reihe doch noch stattfinden und mehr als 40 Personen, die hauptsächlich auf Einladung des Treibhauses Innsbruck kamen, nahmen schließlich an der spannenden Workshop-Reihe bei freier Spende teil.
Zum krönenden Abschluss der Workshop-Reihe fand ein Konzert im Treibhaus Innsbruck statt.

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